[FAMILYLIFE] Hallo Juli!


Das halbe Jahr ist schon vorbei und gestern haben wir den Juli mit viel Sonne begrüßt.

Im Juli möchte ich / möchten wir ...

☼ dass der kleine Mann mit viel Freude in den Kindergarten geht.
☼ im Erinnerungsbuch der zweiten Schwangerschaft weitere Bauchbilder einkleben.
☼ den Stapel ungelesener Bücher verkleinern.
☼ die Badrenovierung ohne Probleme über die Bühne bekommen.
☼ für das Septemberbaby noch ein paar Sachen kaufen.
☼ den kleinen Mann zum Augen- und Zahnarzt begleiten.
☼ mich im Krankenhaus zur Entbindung anmelden.
☼ die Oma aus Bayern bei uns begrüßen.
☼ weiterhin leckeres Gemüse im Garten ernten.
☼ laue Abende im Garten oder auf dem Balkon genießen.

Habt Ihr auch schon Pläne für den Juli geschmiedet?

Liebe Grüße

Anette

[MOMLIFE] Mein Fazit nach 107 Tagen zu Hause in #zeitenvoncorona



Mehr als drei Monate war der kleine Mann mit mir zu Hause. Diese Zeit ist morgen nun zu Ende, da er wieder in den Kindergarten gehen darf. 
Rückblickend fühlt es sich manchmal wie drei Wochen an und dann wiederum, wie ein Jahr.

So viel ist in dieser Zeit passiert:
Fünf Geburtstage in der Familie, die nicht gefeiert werden konnten. Die Geburt eines kleinen Mädchens in der Bekanntschaft. Tägliches schauen der "Sendung mit der Maus" und später viele Folgen "Feuerwehrmann Sam", die mir zu einer kleinen Pause verholfen. Ein Osterfest ohne großen Familienbesuch, aber dafür mit Freudentränen über das Ostergeschenk. Vielen Fahrradtouren in der Umgebung. Viele Tage, die sich wie Kaugummi zogen und einigen Lagerkolleranfällen, die die Nerven so richtig strapazierten. Unzählige "du blöde Mama"-Ausbrüche. Einige leckere Kuchen, die wir uns schmecken ließen. Streit, aber auch Spaß. Monatliche Vorsorgeuntersuchungen und ganz viel Freude und Liebe über das zweite Kind. Großes vermissen der Freunde aus dem Kindergarten. Hin und wieder große Angst über die Zukunft. Viel Kinderlachen. Wut, Tränen, Verzweiflung in dieser Zeit. Briefe "schreiben" mit den Kindergarten-Freunden. Ein Tagesrhythmus ohne Stress und Termine. Den Garten noch mehr lieben und schätzen gelernt. Einige Videoanrufe mit den Freunden aus dem Kindergarten. Post aus dem Kindergarten und einige Nachmittage zum Basteln. Viele Spaziergänge zu zweit.



Die ersten fünf Wochen waren sehr anstrengend, ich kam ganz oft an meine Grenzen und unsere Mama-Kind-Beziehung litt sehr stark darunter. Es gab so viele Fragen, die ich mir stellte, aber auch der kleine Mann an mich. Oft konnte ich ihm nicht alles beantworten. Diese Ungewissheit und die offenen Fragen im Hinterkopf, machten mir sehr zu schaffen. Ich saß öfters nach einem langen Tag auf der Couch und wusste einfach nicht mehr weiter. Ich wusste nicht, wie ich z.B. den nächsten Tag überstehen soll und warum es immer wieder zwischen mir und dem kleinen Mann so eskalierte. Mit der Zeit glaubte ich schon selbst, dass ich eine blöde Mama bin. So flossen nicht nur bei mir viele Tränen. 
Doch zum Glück folgten irgendwann nur noch wenige Tage, an denen Lagerkolleranfälle uns die Kraft raubten. Denn der kleine Mann und ich sprachen noch mehr miteinander. Ich erkannte die Probleme und fand auch Lösungen, die unsere Mama-Kind-Beziehung wieder stärkten und unseren Alltag wieder entspannter und glücklicher machte.  

Eins der Probleme war anfangs, dass wir in den Tag gelebt haben und uns einfach treiben ließen. Aber so schön wie es klingt, für mich und den kleinen Mann war es das Gegenteil. Wir beide brauchten einen strukturierten Tagesablauf. Ein Wochen- bzw. Tagesplan hat geholfen, dass wir beide nicht durchdrehen und organisierter unseren Alltag schafften. Es gab ihm sehr viel Halt, da die täglichen Rituale für Struktur und Sicherheit sorgten. Gerade in dieser Zeit, in der sich so viel veränderte, brauchte er eine Verlässlichkeit.



Die letzten Wochen haben wir uns so gut an den neuen Alltag gewöhnt und hatten wieder eine so schöne Mama-Kind-Beziehung. Da werde ich bei dem Gedanken, dass morgen diese intensive gemeinsame Zeit zu Ende ist, nun tatsächlich etwas wehmütig. Schon komisch diese Mama-Gefühle! Auch wenn ich sehr wenig Zeit für mich hatte und es manchmal sehr anstrengend war und enorm viel Kraft kostete, kann ich mir im Moment gut vorstellen, den kleinen Mann zu Hause zu lassen. Denn trotz der anfänglichen Schwierigkeiten war es ein Alltag, in dem die gemeinsame Zeit im Vordergrund stand. Ein Alltag, in dem das Miteinander großgeschrieben wurde. Wir konnten den Alltag auch miteinander genießen. Und diese 15 Wochen kann uns keiner nehmen und wird mir ewig in Erinnerung bleiben!

 Ich bin unendlich dankbar, dass ich in dieser Ausnahmesituation zu Hause war. Ich sage oft, es war sozusagen Glück im Unglück, dass mir ein generelles Beschäftigungsverbot am Anfang der Schwangerschaft und wenige Wochen vor der Pandemie ausgesprochen wurde. Im Nachhinein weiß ich nicht, wie und ob ich es geschafft hätte alles (Arbeit, Kinderbetreuung, Haushalt) unter einen Hut zu bekommen.

So blicke ich mit gemischten Gefühlen zurück und bin nun sehr gespannt, wie sich unser neuer Alltag mit Kindergarten und fortschreitender Schwangerschaft entwickelt. 

Liebe Grüße

Anette

[FAMILYLIFE] Woche 15 in #zeitenvoncorona


Wow, wir haben es fast geschafft!
Nach 15 Wochen kehrt am Mittwoch so etwas wie Normalität ein, denn der kleine Mann darf wieder in den Kindergarten gehen. Damit endet heute auch das Tagebuch über unsere Coronazeit zu Hause. 

Aber natürlich ist es nicht die Normalität, die wir Anfang März hinter uns gelassen haben, in die wir zurückkehren. Ich bin immer noch vorsichtig und habe mir die letzten Tage wieder vermehrt Gedanken über Corona gemacht. 

Den Spielplatz meiden wir, wenn es mir zu trubelig und zu voll ist. 
Das Freibad hat geöffnet - aber ohne uns.
Essengehen mag ich immer noch nicht. 
Durch die Stadt bummeln und shoppen ... ich habe es versucht, aber es verdirbt eher die gute Laune. 

Wie viele Tage sind wir schon zu Hause?
Es sind nun 105 Tage, denn seit dem 16. März 2020 sind der kleine Mann und ich zu Hause. 

Wie ist die aktuelle Stimmung?
Die Stimmung geht so. 
Der kleine Mann weiß nun, dass er ab dem 1. Juli wieder in den Kindergarten kann. Aber irgendwie weiß er nicht so recht, ob er sich freuen soll. Schließlich wird es nicht der Alltag sein, den er kennt. Er kann sich im Kindergarten nicht so frei bewegen, wie gewohnt. Es werden andere Regeln gelten und mit diesen Veränderungen weiß er nicht genau umzugehen. Er hat viele Fragen, die ich ihm auch nur zum Teil beantworten kann. Denn einiges lässt sich erst beantworten, wenn wir den Alltag im Kindergarten für ein paar Tage erlebt haben.

Der schönste Moment diese Woche?
Am Donnerstag haben wir das kleine Planschbecken im Garten aufgebaut und den Sommertag so richtig genossen. Mit Eis, planschen, lesen im Schatten, Sandburgen bauen und kühlen Getränken.

Der schlimmste Moment diese Woche?
Mein Mamaherz hat diese Woche leider ein paar Mal leiden müssen. Einfach weil ein "NEIN, ich möchte, dass nicht" vom kleinen Mann bei Kindern, die älter sind als er, und leider auch bei Erwachsenen nicht gehört wurde. Gerade bei Situationen mit Erwachsenen macht mich das sehr wütend!


Was stresst dich gerade?
Das Einkaufen im Supermarkt oder im Drogeriemarkt. Denn seit die Grenzen zu Frankreich offen sind, gibt es wieder vermehrt volle Parkplätze, Gedränge in den Märkten und leere Regale bei Mehl, Nudeln, Seife, usw. 
Ich konnte es vor Corona schon nicht leiden, wenn jemand an der Kasse mir zu dicht hintenanstand. Aber mittlerweile wird wieder so wenig auf Abstand geachtet, dass mir beim Einkauf sogar eine ältere Person in die Hacken lief und mich anrempelte. Sich dann brummelig entschuldigte, aber noch nicht einmal dann den Abstand einhielt.  

Was hat besonders Spaß gemacht?
Die ersten Babykleider sichten und dabei immer wieder ein "Oh" und "Hach" zu hören. Und zwar überwiegend vom kleinen Mann. Denn der konnte es sich überhaupt nicht vorstellen, dass er einmal da rein gepasst hatte. 

Was haben wir diese Woche selber gemacht?
Wir haben ein Geburtstagsgeschenk und Geburtstagskarten gebastelt. 

Was haben wir diese Woche gekocht?
Montag: den Rest vom Sonntag
Dienstag: Fleischkäse und Kartoffelsalat
Mittwoch: Vesper bzw. Brotzeit
Donnerstag: Flammenkuchen
Freitag: --- (zu einem Geburtstag eingeladen)
Samstag: Grillen
Sonntag: --- (zu einem Geburtstag eingeladen)


Eine gute Woche wünsche ich Euch!

Liebe Grüße

Anette

[FAMILYLIFE] Woche 14 in #zeitenvoncorona


Es kann gut sein, dass ich heute zum vorletzten Mal ein Tagebuch über unsere Zeit zu Hause veröffentliche. Denn nun wissen wir vom Kindergarten, dass es am 29.6. oder 1.7. wieder losgeht und der kleine Mann endlich wieder in den Kindergarten gehen darf. 

Wie viele Tage sind wir schon zu Hause?
Wir sind seit dem 16. März 2020 zu Hause. So zählen wir bisher 98 Tage.

Wie ist die aktuelle Stimmung?
Die Stimmung bekam besonders beim kleinen Mann Anfang der Woche einen Dämpfer, da der Papa wieder nach seinem Urlaub zur Arbeit ging. Ich war dann auch, wie Anfangs der Pandemie, öfters wieder die blöde Mama und erst gegen Ende der Woche war seine Stimmung gut. 

Der schönste Moment diese Woche?
"Mama, die ist für dich!" und da streckte mir der kleine Mann schon eine Rose entgegen. Hach, da wird das Mamaherz weich. 

Der schlimmste Moment diese Woche?
Wir waren bei Freunden zum Essen eingeladen und der kleine Mann hopste vergnügt im Trampolin umher, als er sich wehtat. Vor lauter Schmerz hörte er auf zu weinen, aber auch zu atmen, und lief um den Mund schon bläulich an. Es waren nur Sekunden, er holte wieder gleichmäßig Luft und ließ sich von mir gleich beruhigen. Ich kannte diese Reaktion und dennoch war es schwer ruhig zu bleiben, da es sich wie Minuten anfühlte, in denen er nicht atmete. Es ging ihm Minuten später wie gut und der Schmerz war schnell wieder vergessen.


Was stresst dich gerade?
Den vollen Terminkalender. Wir hatten diese Woche jeden Tag einen Termin (Arzt, Schwangerschaftsyoga, Spielplatz-Dates, Handwerker, Friseur), was mich ein bisschen stresste. Schließlich war in den letzten Wochen nichts los, außer ein oder zwei Terminen in der Woche. 

Was hat besonders Spaß gemacht?
Die Spielplatz-Dates am Donnerstag und Freitag mit jeweils einem Freund vom kleinen Mann. Zwei Stunden in denen die Kinder spielten, kletterten, rutschten und einfach nur glücklich und ausgeglichen waren. Den Jungs tat es so gut wieder mit Gleichaltrigen zu spielen. 

Was haben wir diese Woche selber gemacht?
Der kleine Mann und ich haben kleine Boote aus Korken gebastelt, die wir dann schwimmen ließen. Einen Kuchen haben wir zusammen noch gebacken. 

Was haben wir diese Woche gekocht?
Montag: Nudelauflauf mit Gurkensalat
Dienstag: Vesper bzw. Brotzeit
Mittwoch: Hähnchentopf mit Schupfnudeln
Donnerstag: den Rest vom Mittwoch
Freitag: Pizza und Salat
Samstag: ----
Sonntag: Schnitzel, Rösti und Salat

Kommt gut in die neue Woche.

Liebe Grüße

Anette

[FAMILYLIFE] Woche 13 in #zeitenvoncorona


Jetzt schreibe ich tatsächlich seit der ersten Woche dieses Tagebuch über unser Familienleben und auch in der 13. Woche lässt es sich wieder mit Inhalt füllen. 
Die Idee dazu hatte Kerstin und einige Bloggerinnen sind ihr schon gefolgt, wobei ein paar von ihnen wieder in der "Normalität" leben und kein Tagebuch mehr führen. Ich bin immer noch sehr gespannt, wann ich an einem Sonntagabend das letzte Mal solch ein Post veröffentlichen werde. 

Wie viele Tage sind wir schon zu Hause?
Heute geht die 13. Woche zu Ende. Also sind wir schon 91 Tage zu Hause. 

Wie ist die aktuelle Stimmung?
Obwohl das Wetter zum Teil einen Strich durch unsere Planung zog, ließen wir davon nicht unsere gute Stimmung vermiesen. Ich war froh um mehr Unterstützung, da der Papa ja die ganze Woche zu Hause war und der kleine Mann genoss die Zeit mit ihm auch sehr. 
Dennoch kamen diese Woche vermehrt wieder Fragen vom kleinen Mann, wie es mit dem Kindergarten weitergeht. Aber wir mussten ihn leider wieder enttäuschen, da wir immer noch keine konkreten Informationen bezüglich einer Betreuung erhalten haben.

Der schönste Moment diese Woche?
Es gab wieder viele kleine schönste Momente diese Woche.
Wie der kleine Mann dem Papa half, die neuen Möbel für das Septemberbaby aufzubauen. Wie er morgens im Bett zu mir kuschelt, den Babybauch streichelt und dem Septemberbaby einen guten Morgen wünscht.

Der schlimmste Moment diese Woche?
Ich kann mich gar nicht an einen schlimmsten Moment in dieser Woche erinnern. Im Moment hat sich unser Alltag so gut eingespielt und die miese Laune bzw. der Corona-Lagerkoller hat sich zum Glück schon eine Weile nicht mehr gezeigt.

Was stresst dich gerade?
Es stresst mich jetzt nicht sehr, aber dieses Nichtwissen, wie es am 1. Juli mit einem eingeschränkten Regelbetrieb im Kindergarten weiter gehen soll, nervt mich so! Man kann überhaupt nichts planen bzw. dem kleinen Mann seine Fragen beantworten, denn es ist aufgrund der Personalsituation in unserem Kindergarten noch nicht einmal gegeben, dass alle Kinder ihren Betreuungsplatz erhalten. Und da ich aufgrund meines Beschäftigungsverbots zu Hause bin, werden natürlich auch erst einmal die Kinder bevorzugt, deren Eltern beide berufstätig sind. Damit habe ich überhaupt kein Problem, aber für den kleinen Mann wünsche ich mir einfach, dass es endlich mal weitergeht. Denn Mitte August beginnen dann auch schon die Sommerferien. 

Was hat besonders Spaß gemacht?
An Fronleichnam haben wir uns, seit dem Lockdown, mit Freunden zum Grillen bei uns im Garten getroffen. Zusammensitzen, leckeres Essen essen, über Gott und die Welt reden, ein paar alkoholfreie Cocktails schlürfen und die Kinder beim Spielen beobachten. 
Es tat so gut und hat sich wie früher angefühlt. 

Was haben wir diese Woche selber gemacht?
Nichts, da wir einfach die Zeit zu dritt genossen haben.

Was haben wir diese Woche gekocht?
Auch viel gekocht haben wir diese Woche nicht. Die Bolognese-Soße gab der Gefrierschrank her und dann gab es am nächsten Tag immer Resteessen. 

Montag: Spaghetti Bolognese mit Salat
Dienstag: den Rest vom Montag
Mittwoch: --- (wir haben uns unterwegs etwas zum Essen mitgenommen)
Donnerstag: Grillen
Freitag: den Rest vom Donnerstag
Samstag: Frikadellen mit Kartoffeln und Karotten-Erbsen-Gemüse
Sonntag: den Rest vom Samstag

Liebe Grüße

Anette