[12tel Blick] Im Februar 2017

Hallo Ihr Lieben!

Der Januar kam noch mit Schnee und Kälte daher und der Februar zeigte schon erstes Frühlingswetter.

Donnerstag, 16. Februar 2017 um 11:19 Uhr / 11°C 

Die Sonne scheint, es zeigt sich der blaue Himmel und die Vögel zwitschern. Im Städtle sind viele zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs. Es herrscht emsiges Treiben und ich muss am Standpunkt auf die vorbeifahrenden Autos achten. 

Aufgefallen ist mir, dass das silbrige Auto schon im Januarbild auf dem Parkplatz stand. Vor vier Wochen jedoch noch mit Schnee.



Den 12tel Blick möchte ich nun nutzen, um Euch ein bisschen meine Heimatstadt zu zeigen. 

Der elsässische Herzog Ettiko II.  oder sein Sohn Eddo (auch Etto), ein bedeutender Straßburger Bischof, gelten als Gründer des Städtle, dass zwischen 810 und 900 erstmals urkundlich erwähnt wird.
Schon früh gerät es unter die Herrschaft der Straßburger Bischöfe, die rechts vom Rhein das Gebiet für sich beanspruchen. Für die obere Herrschaft des Hochstifts entwickelt es sich zum wirtschaftlichen, verwaltungsmäßigen und politischen Mittelpunkt. So erhält es im 12. Jahrhundert das Marktrecht und nach 1300 auch das Stadtrecht von Bischof Friedrich I. von Straßburg und König Albrecht I.
  Im Jahr 1637 nehmen die Schweden unter Bernhard von Weimar das Städtle ein, plündern und brennen es nieder. Nur drei Häuser entgehen dem Brand und nur zögerlich kehren die Bewohner zurück. Doch sie beginnen mit dem Stadtausbau im Stil des Barocks und viele Bauwerke zeigen heute noch ihre Pracht.

So auch die barocken Stadttore, durch die man begrüßt wird und Einlass in die Altstadt findet. Sie sind das Symbol für die Stadt und sind mit ihren Giebeln architektonisch den Portalen der Kirche und des Spitals, die ich Euch ein anderes Mal zeige, sehr verwandt. 

Das obere Tor

Vom barocken Vortor sind nur noch die Pforten mit dem Straßburger Wappen im Bogenscheitel aus dem Jahr 1778 übrig. Hier standen früher drei schmale Tortürme der inneren Befestigungsanlage.


Das untere Tor

Das untere Tor ist nur wenige Schritte von meinem Standpunkt für den 12tel Blick entfernt. 
Der ehemalige Turm am unteren Tor wurde bis 1844 als Amtsgefängnis genutzt. Auch hier schmückt das Wappen des Bistums Straßburg das Vortor. 


"Zahnbürsten"

Anstelle des 3. Stadttores stehen zwei moderne Skulpturen, die anlässlich des 150. Jubiläums der Narrengesellschaft aufgestellt wurden. Die Einwohner nennen diese zwei Skulpturen aufgrund ihrer Form gerne auch "Zahnbürsten".

Wenn Euch der kleine Rundgang gefallen hat, zeige ich Euch nächsten Monat weitere Eindrücke. 

Weitere 12tel Blicke gibt es bei Tabea zu sehen. 

Liebe Grüße


Anette

Kommentare:

  1. Eine feine Idee, eine kleine Stadtführung durch das wunderschöne Städtle mit dem 12tel-Blick zu verbinden. Bei deinem Standort hat sich schon im Februar so ein tolles Lichtspiel entwickelt!
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Liebe Anette,
    schön,daß wir etwas mehr über dein schmuckes Städtchen erfahren durften und die Stadttore sind ja prächtig!
    Mich haben die silbernen Teile auch gleich an Zahnbürsten erinnert:)
    Dein 12-tel Blick ist klasse bei strahlend blauem Himmel!
    Ganz liebe Dienstagsgrüße von
    Kristin

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  3. Sehr hübsch, so ein einheitliches Stadtbild! Jetzt ärgert mich, dass ich bisher immer nur durchgefahren bin...
    LG
    Astrid

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  4. Liebe Anette,
    Danke für den kleinen Stadtspaziergang. Ich liebe solche Städte mit ihren verwinkelten Gassen und Denkmäler.
    Bin gespannt auf meeeeehr.
    Liebe Seezwerggrüße

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  5. Was du bisher von deinem Städtle zeigst, liebe Anette, schaut toll aus! Ich bin gespannt auf mehr und darauf, wie sich dein Blick entwickeln wird!
    Ganz liebe Grüße vom See,
    Gina

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