[Leseecke] Rezension: Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spass

Hallo Ihr Lieben!

Im Urlaub und überhaupt im Sommer, der keiner war, habe ich einige Bücher verschlungen und musste alle 2-3 Wochen in die Bücherei um Nachschub zu holen. Ein paar Bücher fand ich gut und wieder andere waren so gar nichts für mich. Wenn ihr wissen wollt, welche Bücher ich gelesen habe, dann schaut mal in der Leseecke vorbei.
Heute möchte ich euch ein weiteres Buch vorstellen.

  
Titel: Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spass 
Autor: Christoph Wortberg
Seiten: 224
 ISBN: 978-3-407-81158-5
Preis: 12,95€

Zum Inhalt:
Für Lenny war Jakob, sein großer Bruder, ein Held. Doch dann ist Jakob eines Tages nicht mehr da. Bei einem tragischen Unfall am Gipfel der Zugspitze kam er ums Leben.
Doch Lenny beginnt Fragen zu stellen und will sich mit der Wahrheit nicht so einfach abfinden und forscht nach. Wer war sein Bruder? Was ist der Sinn des Lebens ohne Jakob? Wer ist das unbekannte Mädchen auf der Beerdigung? Was passierte am Gipfel? War es wirklich ein Unfall?
Damit stößt er bei seinen Eltern auf Unverständnis und Ablehnung, die völlig erstarrt sind in ihrer Trauer und auf einen Bruder, den er so nicht kannte.

Rezension:
 Der Roman kommt äußerlich eher einfach daher. Der Titel prangt in orangefarbener Schrift vor einem blauen Hintergrund. Die Umrisse einer Bergkulisse sind zu sehen und lässt erahnen, dass die Berge etwas mit der Geschichte zutun haben. Auch das Innere des Buches ist einfach gehalten. Die Kapitel wurden mit großen Zahlen nummeriert und die Schriftart ist einfach zu lesen. Aufgefallen ist mir, dass das Seitenformat (Blocksatz) immer eingehalten wird und es dadurch immer mal wieder vorkommt, dass ein Wort getrennt wird, obwohl das Trennungszeichen fehlt. So ist es mir ein bis zwei Mal passiert, dass ich den Satz noch einmal lesen musste.

 

Die Geschichte ist mit 192 Seiten nicht wirklich lang. Daher war ich schnell durch und benötigte nur einen Nachmittag. Und genau das finde ich schade. Das Buch ist meiner Meinung nach zu kurz, denn die Geschichte hat so viel Potenzial. Auch wenn die Sätze Tiefe zeigen und die Emotionen zu spüren sind, erfährt man wenig über die einzelnen Charaktere. Es wird nur kurz auf die Personen und deren Geschichte eingegangen. Ich hätte z.B. gerne mehr über die Vorgeschichte von Jakob erfahren.

Als Leser wird man gleich in die Geschichte geworfen und man begleitet Lenny und seine Eltern zum geplanten Tod von Jakob. Denn dieser liegt seit dem Unfall im Koma und wird nur von Apparaten am Leben gehalten. Man erhält schon ab dieser Szene einen groben Blick auf die restlichen Handlungen. Denn ausgerechnet Lenny muss zustimmen, dass die lebenserhaltenden Instrumente abgeschaltet werden. Die Eltern sind dazu einfach nicht in der Lage.

Im Buch erhält man immer wieder Einblick in die schwierige Situation der Familie. Lenny wurde von den Eltern nie wirklich wahrgenommen und stand immer im Schatten von Jakob, da Jakob der Liebling der Eltern war. Für Jakob war das gesamte Leben schon geplant und dadurch musste er einen enormen Druck aushalten. Nach dem Tod von Jakob betäubt sich die Mutter mit Schmerz- und Beruhigungsmitteln, die der Vater ihr besorgt und verabreicht und Lenny bekommt, die ganze Aggression des Vaters ab.

Entgegen der Beschreibung des Buches fand ich es überhaupt nicht humorvoll. Es war traurig und bedrückend, denn es geht um den Tod eines geliebten Menschen. Mich hat es auch zum Nachdenken angeregt.

Fazit:
Das Buch beinhaltet eine schöne und authentisch erzählte Geschichte mit viel Potenzial, welches leider nicht ausgeschöpft wird.

4 von 5 Sternen
 
 

Liebe Grüße!

Schwarzwaldmaidli



Vielen Dank an Blogg dein Buch und Beltz & Gelberg
für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Kommentare:

  1. was für eine wunderbare Empfehlung. Bei der riesigen Auswahl ist es heutzutage echt schwierig richtig tolle Bücher zu finden.
    Ich habe dich auf meinem Blog für den Liebster-Award discover new Blogs nominiert. Schau doch mal vorbei. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mitmachen würdest ;)
    Hab einen guten Start in die neue Woche.
    Liebste Grüße, Martina

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  2. Ich freue mich immer über Buchrezensionen. Schade, dass man sich im Verlag nicht mehr Mühe mit dem Satz gegeben hat

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  3. Hallo,
    hab gerade bei Dörthe gesehen, dass Du Blog des Monats bist
    und da komm ich doch gleich mal vorbei :-) Wir waren es letzen
    Monat. Ich bleib mal gleich bei Dir, denn was ich so sehe, gefällt
    mir total gut.
    Ganz liebe Grüße, Christiane

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